[AAR] Gefechtsübung - Angriff im Zug mit CAS Unterstützung – 12.06.2020

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[AAR] Gefechtsübung - Angriff im Zug mit CAS Unterstützung – 12.06.2020

[AAR] Gefechtsübung – 12.06.2020


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UNUS PRO OMNIBUS - OMNES PRO UNO

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JTAC mit Darth Ayokas

Schöne GeFü, JTAC/FAC Möglichkeiten sind selten - da war ich froh, dass ich diese nutzen konnte.

Was nehm ich mit:

  • Aufklärungspositionen ändern, nicht immer von der einen selben Position aufklären
  • Besserer Funk mit der Zugführung
  • Mehrere IP nutzen
  • CP nicht außerhalb der Map

FAC als Zweier-Team ist geil - Darth hat Primär die FAC Rolle gemacht, ich die Kommunikation mit der Zugführung und Kartenarbeit

@Dodo/Trainingsleitung

  • Du kannst gern bei erkannten Fehlern (wie dem zu lange auf einer Position bleiben) zu uns kommen und uns kurz erklären was der Fehler war und ggf was man anders/besser machen kann
  • Lernziele / Fehler müssen angesprochen werden und verbessert werden - dann erkennt man auch später warum der Zeus bestimmte Dinge getan hat
    • so hab ich in der Mission nicht verstanden warum da ein Heli und noch ein Heli und noch ein Jet kam, hab aber im Nachgespräch erklärt bekommen, das wir die hätten aufklären können (und vernichten können) als Übung für die verschiedenen Aufklärungswinkel

Hatte Spaß, viel gelernt. Danke fürs Ausrichten.

 

"... how we survive, is what makes us who we are..."
Andx

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Pilot Platin 1-2

Vielen Dank für die Lehrreiche Gefü.

Ich war erst als Pilot auf dem Apache und später als Platin 1-2 in der zweiten A-10C unterwegs.

Was nehme ich mit:

  • Bei "Danger Close" erst bei absoluter Sicherheit schiessen. Blue-on-Blue*1 kann ansonsten die Folge sein.
  • Bei erkannten Erschwerungen durch eigene Planung oder durch Planung des JTAC aktiv kommunizieren für neue Ansätze (Betreffs CP zum Beispiel)

An die JTACs:

Grundsätzlich waren alle 9-Liner solide, ihr habt verständlich kommuniziert und habt effektiv gearbeitet. Folgende Punkte sind keine harsche Kritik, sondern Hinweise und Verbesserungsvorschläge meinerseits:

  • CP (ContactPoint): Wenn möglich legt ihr möglichst grossräumige Wartezonen auf der Karte an, klärt dafür die Sicherheit des betreffenden Luftraumes ab (mit OPL oder Trainingsleiter) falls nicht im Briefing vorgegeben.
    • Wenn die CP ausserhalb der Karte liegt, kann der Pilot auf dem GPS seine eigene Position nicht mehr sehen. Der GPS-Monitor bleibt am Kartenrand hängen. Der Pilot muss daraufhin abschätzen wo er ist oder die Karte öffnen, welche ja den ganzen Sichtbereich eindeckt (welcher Pilot würde schon im Flug eine ganze Gebietskarte auffalten bis er weder Cockpit noch Umgebung mehr sieht? ;) )
    • Wenn der Pilot die Karte "verlässt", nimmt die Qualität der Funkverbindungen rapide ab, nach 1-5 Kilometern ist sogar mit LR schluss, selbst wenn der JTAC selbst fast am Kartenrand steht.
  • CP sollten möglichst gross sein.
    • Das erlaubt dem Piloten ein entspannteres Fliegen innerhalb der markierten Zone. Nicht nur für Flugzeuge, sondern auch (den Umständen und Geschwindgkeiten in der Grösse angepasst) für Helis.
    • Helis die stationär und auf niedriger Höhe hovern sind leichte Ziele für Gegner und haben im Falle eines Engine-Failures keine Sicherheitshöhe oder Auftrieb durch Vorwärts-Flug!
    • CPs so positionieren dass unter Umständen der Pilot oder WSO mit dem Flir-Pot eigenständig Aufklären kann (wenn der Luftraum entsprechend sicher ist). Der CAS soll damit nicht die Arbeit des JTAC übernehmen, er kann aber so die Situation viel besser erfassen. Auch kann der Pilot auf die Weise aktiv warnen wenn er Feindbewegungen beobachten kann.
  • Hovernde Helis:
    • Hover ist für den Heli immer gefährlich, ganz egal ob er für Logistik oder als CAS fliegt. Als stehendes Ziel ist er leicht abzuschiessen. Bei Engine-Failure oder Leistungsverlust bleiben keine Reserven um den Heli sicher zu landen.
    • Der Heli hat 2 Faktoren die einen Flug sicher machen: Geschwindigkeit und Höhe. Für Helis liegt der gefährliche Bereich unter 100m und unter 60kt. Ist einer dieser zwei Werte höher, hat der Heli genug Reserven für eine sichere Autorotation.
    • Setzt also den Kampfsprung mit dem Heli nur ein, wenn es die beste oder einzige Option ist, bedingt durch Feindlage und Gelände. Ansonsten empfiehlt sich beim Heli entweder ein Orbit (bei Lufthoheit und keinen AA-Mitteln) um das Ziel an oder klassische CAS-Flüge über IPs.
    • Lasst Helis nur dann Hovern, wenn es nicht anders geht
  • IP (Initial Point)
    • Setzt immer gleich 2 solche IPs, oder mehr. Das schafft mehrere Optionen und lässt euch mehr Freiheit in der Planung.
    • Plant CAS-Flüge so, dass die Piloten wenn möglich früh Sicht auf den Gegner haben, keine Friendlies auf der Flugbahn zu finden sind, und ein schneller Egress gewährleistet ist.
  • *1) Danger-Close:
    • Wenn möglich sollte CAS niemals eigene Teile überqueren.
    • Auch wenn die Abstände gross genug sind kann immer etwas schief gehen. Wenn was schiefgeht, trifft dies meist vor, auf, oder hinter dem Ziel den Boden entlang des Headings.
    • Aktuelles Beispiel: Gun-Run auf Feindkomplex (Nachtflug, 4-8 Gebäude, von Mauern umstellt, Feindkräfte im innern eigene 200m vor dem Ziel hinter Mauer)
    • Folgende Fehler:
      • 1) Der Bulletdrop der ersten Gunsalve war zu wenig berücksichtigt worden /war zu stark, zusätzlich war der Aimingpoint leicht unterhalb der Zielmarkierung angesetzt (Pilotenfehler/Ungenauigkeit der GUN).
      • 2) Zu weit Vorne gesetzter Laserpoint( JTAC-Fehler). Der JTAC hatte eine Mauer vor dem Komplex angelasert. Aufgrund der Perspektive merkte er nicht, dass der Laser die Mauer 150m vor dem Komplex traf, wo eigene Truppen in Deckung waren. Das machte den Sicherheitsabstand noch kleiner.
      • 3) Eigene Kräften in Anfluglinie (JTAC-Fehler). Eigene Truppen waren nicht markiert. "Danger Close" war angegeben, aber die Position und Entfernung der eignene Einheiten war nicht durchgegeben worden (vermutlich war mit "Dangerclose"-Angabe für den JTAC in  dem Moment genug gesagt, es ging vermutlich in der Hitze des Gefechts unter). Ein "Danger Close" alleine genügt nicht, Distanz und Richtung der Friendlies relativ zum Ziel ist immer wichtig!
      • 4) Pilot (ich) hat geschossen bevor er mehr sah als nur den Laser als Zielmarkierung. Spot, Tally, Cleared Hot waren gegeben, Laser erkannt und anvisiert, aber von Auge hatte ich das Ziel noch nicht erkannt, was für Gunrun entscheidend gewesen wäre. Die erste Salve lies ich auf den Laser gerichtet übereilt und zu leicht früh los (Pilotenfehler), ich hatte die Maschine noch nicht stabilisiert. Zudem dropte die Nase just beim Abschuss der Gun um ein paar Grad.
        Fazit: Hätte im No-Joy enden sollen ohne zu schiessen, oder aber ich hätte 5s später schiessen sollen, als ich den Komplex erkannte der Flieger stabil war.
    • Einer dieser Fehler alleine hätten kein Blue-on-Blue ergeben, alle 4 Fehler zusammen ergaben dann jedoch eine Katastrophe und ein ganzes Fireteam wurde vom Gunrun zerfetzt.

Genau deshalb gibt es diese Trainings aber. Man vertieft Wissen, wendet es an. Man macht Fehler, erkennt diese und diskutiert sie aus, um es nächstes Mal richtig machen zu können.

 

Danke an CallmeDodo für seine erste Trainingsleitung. Tipp: Wenn Fehler erkannt werden aktiv eingreifen. Es bricht zwar den Fluss des Trainings, aber es ist besser als dass Fehler eintrainiert werden weil erst in Verzögerung Fehler angesprochen werden. Hin und wieder lohnt es sich da, zu sagen "halt, das war Falsch, macht das so" anstatt erst nach dem Training die Fehler anzusprechen. Auf die Weise kann man noch während des Trainings die Fehler korrigieren und es ab da richtig machen. Andernfalls diskutiert man die Fehler zwar, hat sie aber noch nicht in der Anwendung behoben.
Dennoch war das gute Arbeit, vielen Dank für deine Mühe und Zeit!

Gruss,

Drake

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UnteroffizierMedien: GoldTrupp: GruenVeteran: Kampagne Justitia Q4 2018
Beigetreten: 17/03/2018 - 15:09

Grün-2 #1 - Squadleader
Führung: Reimchen (Zugführung); Buddie: wer da war

Pro:

  • Gute Kommunikation auf Zugebene. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Manchmal hätten wir mehr Updates geben müssen
  • Meine Gruppe hat gut performed. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich nicht verstanden würde oder jemand sein eigenes Süppchen kocht
  • Teil 1 der GEFÜ hat mir besser gefallen. Für 18 Mann + CAS war das eine gute Größe, jede Gruppe konnte ihre Aufgaben gut lösen
  • Teil 2 war insofern gut, als dass wir mehr gestresst wurden und mit mehr Freifläche und mehr Winkeln klarkommen mussten

Contra:

  • Teil 2 finde ich den Flughafen auch als Ziel zu groß für 18 Mann. An sich dennoch realistisch befüllt, allerdings hat uns der die relativ unübersichtliche Lage gut zugesetzt
  • Ich hätte mir auch ingame Kommentare der FTLs gewünscht
  • Waffe senken zum Verbinden hatte ich persönlich große Probleme mit heute. Medicmenü aufmachen, zumachen, Strg spamen, dann nochmal bis die Waffe endlich unten bleibt + intern Funken + extern Funken + Lage überblicken, ist zu viel
    • Aber auch innerhalb der Gruppe ist der Dialog: "Kann mich nicht verbinden. Hab aber noch Bandagen" - "Nimm die Waffe runter" mehrfach untergekommen

Mit Besten Grüßen
EinStein