[AAR] [Training] Gefechtsausbildung - Infanterie Kampf 28.07.2020

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[AAR] [Training] Gefechtsausbildung - Infanterie Kampf 28.07.2020


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Analyse

Teilnehmer

Gruppe "Grün-2"
Fireteam Rot Fireteam Blau
Bassman (TF) MaxZero (TF)
monclefu Spec
Andx Maurice
ralf Charly
Chaos Zack

Event: Gefechtsausbildung: Infanterie Kampf 28.07.2020

  • Slots gesamt: 41
    • geslottete Spieler: 14 (34%)
      • davon Teilnehmer: 11 (79%)
        • davon Offiziere/Unteroffiziere/Veteranen: 4
        • davon Soldaten: 6
        • davon Rekruten: 0
        • davon Gäste: 1
      • davon Trainer: 3 (21%)
    • Abmeldungen: 6/20 (30%)
      • davon Abmeldungen am Eventtag: 3

Trainingsablauf

Inhalt Ablauf geplant Ablauf tatsächlich Uhrzeit meine Konzentration
Aufwärmen 30 - 45' 45' 19:45 - 20:30 100%
Angriff (3x) 60' 106'

20:30 - 22:16
1. Ende: 21:05
2. Ende: 21:34
3. Ende: 22:16

1. Ende: 80%
2. Ende: 40%
3. Ende: 60%

Ausweichen (1x) 60' 49' 22:16 - 23:05 70%
Abschlussgefecht Rest 25' 23:05 - 23:30 80%

Ablauf en detail

Trainingsvorgaben

Aufgrund mangelnder Teilnehmer wurden die zwei Trupps zu einer Gruppe zusammengelegt.

Durch den großen (einem Zug angemessenen) Gefechtsbereich des Angriffsabschnitts hat sich das Führen der Gruppe eher wie das Führen eines kleinen Zuges angefühlt. Es gab zu jedem der vier Hauptabschnitte (siehe Tabelle) ein zugewiesenes Trainingsgebiet. Mit Zeusblitzen wurde diesmal nicht gearbeitet. Dafür konnten wir nach jedem (?) Angriffsdurchlauf aus der modifizierten Zuschauerkamera die taktische Situation von oben und allen anderen Seiten begutachten.

Aufwärmen

Für die Aufwärmphase gab es die Vorgabe von zwei Punkten an der Küstenstraße westlich von Charkia - einem Start- und einem Endpunkt im Abstand von 500 Metern zueinander. Wir sollten Formationen, Sicherungen und überschlagendes Vorgehen ohne Feindkontakt üben. Die genaue Umsetzung wurde mir als Gruppenführer überlassen. Zusätzlich habe ich eine erste Angriffsbewegung mit Unterdrückungsfeuer befohlen, um das grundlegende Vorgehen wenigstens einmal als Trockenübung gemacht zu haben.

Angriff

Im Abschnitt "Angriff" hatten wir drei Durchläufe von jeweils 30 bis 45 Minuten bei einer Gefechtsstreifengröße von etwa 400x500m. Dieser Abschnitt des Trainings machte den Hauptteil unseres Abends aus und spielte sich im mittleren Nordosten von Altis etwa einen Click nördlich von Agios Petros ab; Objective Alpha war der Compound aus 4 Gebäuden südwestlich der markanten Felsenformation von der aus wir jeweils starteten. Die ersten beiden Angriffe erfolgten ohne Ausweichbewegung, die letzten beiden beinhalteten offensives Nebeln, der letzte war der einzige von einer defensiven Ausweichbewegung geprägte. Die Teams habe ich abwechselnd - beginnend mit Rot - nachdem der jeweils andere Trupp die Überwachungsposition eingenommen hatte, ins Ziel geführt bzw. dorthin delegiert (beim zweiten Durchlauf). Der Abstand beider Teams zueinander betrug zwischenzeitlich mehr als 300m (und teilweise ohne direkte Sicht aufeinander). Das Gelände selbst war schwierig für eine komplett verdeckte Annäherung zu benutzen (ohne die selbstgesteckte Vorgabe von 30 Minuten pro Durchlauf nicht unverhältnismäßig zu überschreiten). Zusätzlich zu Aufklärung, Kontaktmeldung, Flankenbewegung und Führung des Feuerkampfes kam im Ziel noch der Close Quarters Battle und beim zweiten und dritten Durchlauf noch potentielle Gegenstöße, auf die mit Ausweichen reagiert werden mussten. Die Anforderungen an alle Teilnehmer waren somit sehr hoch und besonders für diejenigen ohne bereits absolviertes OHK-Training stellte sich der letzte Teil eines jeden Angriffs als große Herausforderung dar. Problematisch war, dass die Gruppe im Grunde alle Techniken schon beherrschen musste, bevor es losging. In den Auswertungen am Ende jedes Durchlaufs wurde seitens der Trainer zwar auf Fehler eingegangen, aber sobald es im folgenden Versuch wieder zu einer vergleichbaren Situation kam, war zwischenzeitlich schon wieder soviel passiert, dass nicht jeder an die Hinweise gedacht hat.

Ausweichen

Das Ausweichen umfasste einen Durchlauf von etwa 50 Minuten Dauer (inkl. Vorbesprechung und 15 Minuten Feuerkampf vor Beginn der Bewegung). Es wurden anschließend nacheinander 6-8 Nebelwände gelegt und Ausweichbewegungen durchgeführt. Als Gelände hatte die Trainingsleitung einen mehrere hundert Meter langen Gefechtsstreifen etwa 800 Meter nördlich von Paros auserkoren, der sich durch offenes Feld bei geringer Höhendifferenz auszeichnete und den Einsatz von Nebel unabdingbar machte. Feind waren Infanterie (und gegen Ende) gepanzerte Fahrzeuge, von denen wir, bedingt durch die Rauchwände, wenn überhaupt, nur einen Bruchteil aufklären konnten. Beendet wurde die Bewegung, nachdem ein befreundeter CAS-Einsatz den feindlichen Gegenstoß unterbrochen hatte.

Abschlussgefecht

Das Abschlussgefecht fand auf der kleinen Insel Makrynisi südlich der Landzunge der Bucht von Katalaki gegenüber vom Golf von Pyrgos statt. Wir hatten nach Ende der Befehlsausgabe noch 25 Minuten bis zum offziellen Trainingsende und konnten beide Zwischenziele ohne größere Probleme säubern. Start war im Süden, nach zwei Dritteln der Insel schlug die Uhr 23:30. Ausweichen mussten wir bei diesem Durchlauf nicht, der Feinddruck war gering. Der Abschluss-AAR war gegen 23:40 vorbei.

Selbsteinschätzung

Auf den ganzen Trainingsabend gesehen habe ich kaum eine ruhige Minute gehabt, um durchzuatmen. Sobald ein Durchlauf zu Ende war, kam die Auswertung und während die Trupps aufmunitionierten und Pause machten, habe ich den nächsten Befehl entgegengenommen. Dadurch litt besonders meine Konzentration und folglich die Umsetzung der ausgegebenen Befehle. Wichtig war mir, dass es wegen mir nicht zu Wartezeiten kommt, aber beim nächsten Mal werde ich auf mein Bauchgefühl hören und ggf. das Kommando abgeben (diesmal wollte keiner übernehmen, als ich nach dem zweiten Angriffsdurchlauf das Angebot an die Gruppe gemacht habe ;) ). 

Mit der zeitnahen Befehlsausgabe im LAD-Schema habe ich noch Probleme. Grundsätzlich hab ich das System verstanden. Übungsdurchgänge ohne tatsächliche Durchführung würden mir in der Zukunft helfen.

Klicke hier, um den Spoiler aufzuklappen

An dieser Stelle folgen ein paar Gedanken, die ich mir im Laufe der letzten sechs Monate zum Training gemacht habe. Diese sind in ihrer zugeschriebenen Bedeutung höchst subjektiv und sollen nur als Ideen verstanden werden. Ich bin hier schließlich nur Gast und hab nichts zu melden. :)

  • klare Unterscheidung zwischen SGA, GEFA und GEFÜ auf Ebene von Zielgruppe, Methodik und Komplexität
  • Methode:
    Vormachen durch Trainer oder festgelegtes Team,
    Erklären der einzelnen Schritte (bei oder nach Beispieldurchlauf)
    Nachmachen durch die Trupps (bis es fehlerfrei geht)
    Üben (bis es verinnerlicht ist)
  • regelmäßige Pausen und Auswertungsunterbrechungen
  • alternative Trainingsumgebung (Gefechtsbereich) bei niedriger Teilnehmerzahl
  • Trainer in der Gruppe (statt außerhalb oder als Zeus - wenn vorhanden, beides, aber mindestens in der Gruppe als Stellv.)
  • GEFA: Zielgruppe: der Trupp + beginnende Ausbildung des Gruppenführers (evtl. nur nach Eignung; vielleicht auch eigenes Format für die Ausbildung von Führungskräften und Trainern -> Nachwuchsarbeit)
  • GEFA: Verzicht auf Missionscharakter, um Lernerfolg besser überprüfen zu können
  • angemessene Größe des Gefechtsfeldes (Prinzipien des infanteristischen Kampfes lernt man schon auf wenigen Quadratmetern und hat zusätzlich nicht so große Strecken zu überwinden, sodass man mehr Durchläufe schafft)
  • GEFA: kleinere Lern-/Trainingseinheiten, gegliedert nach Phasen des Angriffs mit jeweils mehreren (mindestens je 2) Durchläufen à 2 bis 10 Minuten und klar abgetrennte Themenbereiche, z.B. Kontaktmeldungen | Befehlsausgabe im LAD-Schema | Führen des Feuerkampfes mit Zuweisen von Prioritätszielen, Festlegung der Feuerrate etc. (entweder als Feuerüberfall oder als Reaktion auf Beschuss) | Ausweichen | Granateneinsatz (offensiv/defensiv) | Reagieren auf Hinterhalt etc.
  • Beschränkung auf einen einzigen Umgebungstyp pro Trainingsabend (z.B. Küste, wenn das Themenfeld "Marine-Infanterie" lautet; nachfolgend mal ein Beispiel, wie man mehr Abwechslung in die Trainings bringen könnte, indem man aus jeder Spalte ein passendes Element auswählt und so mit jedem Training eine andere Herausforderung hat; nicht alle Kombinationen sind sinnvoll)
    • Truppengattung Feindtyp Modifikator Unterstützung* Gefechtsart
      Airborne-Infanterie Infanterie Nacht Artillerie Angriff
      Air-Assault-Infanterie motorisiert Regen CAS Verteidigung
      motorisierte Infanterie gepanzert Nebel Panzer Verzögerung
      mechanisierte Infanterie +CAS   Pioniere Begegnungsgefecht
      Marine-Infanterie mech.   Scharfschützen Jagdkampf
      Gebirgsinfanterie (?) irregulär      
      Pionierzug        
      Aufklärungs-/Fernmeldezug        

      *Unterstützung:
      SGA/GEFA: Training Day (unabhängig voneinander),
      GEFÜ: zusammengeführt (nachdem Aufwärmphase unabhängig voneinander)

  • damit zusammenhängend: Trainingsbriefings, aus denen schon vorher erkennbar ist, worum genau es im Training gehen wird (genaue Lage) - vielleicht kommen dadurch auch wieder mehr Leute zum Training. wenn das Briefing immer wieder annähernd gleich aussieht, sieht es von außen so aus, als würde auch der Inhalt immer der gleiche sein. ist aber nur eine Vermutung.

  • methodische Eingliederung der aktuell bestehenden SGAs in den Komplex der anderen Trainingsformate (wie gesagt, auf methodischer Ebene, um eine Einheitlichkeit zu erzielen; die Unterschiede innerhalb der SGAs sind noch sehr hoch)

  • regelmäßiger Einsatz der modifizierten Zuschauerkamera (tolles Feature!)

  • Slottung: um einen mindestens rudimentären Wissenstransfer innerhalb des Buddy- bzw. Fireteams zu gewährleisten, bietet es sich an, unterschiedlich erfahrene Leute zusammenzuslotten (selbständig, durch Teileinheitenführer oder, wenn keiner die Verantwortung dafür übernehmen will, durch die Trainingsleitung

Vielen Dank an die Trainer für die Ausrichtung. Ich freue mich auf weitere spannende Trainings. Wenn Fragen bestehen, schreibt mir hier eine PN oder bei Discord.

Rettet die Erde! Sie ist der einzige Planet mit Panzerschokolade.