[TTT] [Kampagne] Justitia - Hintergrundgeschichte


Inhaltsverzeichnis



Einleitung


Wir befinden uns in einer Dekade des weltweiten politischen Umbruchs.
Der sog. Long Peace, die lange Friedenszeit nach dem zweiten Weltkrieg, scheint ihr Ende erreicht zu haben. Weltweit flammen Stellvertreterkriege auf. Es wird in offenen, aber auch verdeckten Konflikten viel Blut vergossen.

Führende Ökonomen sagen Kämpfe um Rohstoffe wie z.B seltene Erden voraus.
Hauptsächlich zwischen Staaten der NATO, Schwellenländern so wie anderen Kontinentalmächten. Kein Staat will aufgrund fehlender Rohstoffe von einem anderen Staat abhängig sein und Gebiete so wie Menschen dem anderen Preisgeben.

Bedingt durch neue Einsatzmittel wie elektronische Kampfführung, Beeinflussung durch Social-Propaganda, verdecktes vorgehen gegen soziale und wirtschaftliche Infrastrukturen und weiterer neuerer Methoden zur hybriden Kriegsführung, ist ein direkter Gegner oft nicht als solcher auszumachen. Die Effizienz dieser Doktrinen sind hoch und werden zunehmend auch von Schwellenländern eingesetzt.

Weiterhin nimmt man an, dass diese Konflikte nicht nur auf einzelne Kontinente begrenzt sein werden, sondern Weltweit unter dem Deckmantel der nationalistischen Reinkarnation ausgefochten werden.
Diese Reinkarnationen werden durch die wachsenden, gesellschaftlichen und politischen Probleme und Gefahren befeuert.
Neu aufgebaute diplomatische und handelspolitische Grenzen und Zölle sowie nicht zuletzt auch durch Hunger, Krieg und Wirtschaft ausgelöste Flüchtlingskrisen sind nur ein paar Beispiele.

Wenn man die aktuellen nationalistischen Verschiebungen und geopolitischen Entwicklungen betrachtet, scheinen diese Voraussagungen bereits eingetroffen zu sein.
Die Krimkrise, der arabische Frühling, Territorialkonflikte im Chinesischen Meer und afrikanische Flüchtlingswellen sind laut Experten erst der Anfang.

Diese Dekade besitzt noch keinen Namen. Das ist Aufgabe von Historikern, die unseren Kindern und Kindeskindern diese Dekade irgendwann einmal erklären müssen.


Der Schauplatz Napf


Das Land & seine Menschen
Als Schauplätze solcher Konflikte dienten in der jüngeren Vergangenheit kleine, aber rohstoffreiche Orte bzw. Länder.
Im Jahre 2020 liegt der Blick auf genau solch einen kleinen, aber reichen Ort.
Napf, ein 400km² großer Inselstaat.

Umringt durch zahl- und einflussreiche Nachbarländer wie Russland, Schweden oder auch Polen, befindet sich Napf seit jeher im Würgegriff eben dieser Länder.

Durch die strategische Lage mitten in der Ostsee, die ethnische Vielfalt unter der Bevölkerung und politische Einflüsse der großen Nachbarländer bieten sich auf Napf alle Faktoren, die ein Pulverfass benötigt.

Geprägt ist die Landschaft Napfs durch fruchtbare und stark bewohnte Gebiete im Norden. Hügelige mit Tälern durchzogene Abschnitte findet man in der Mitte des Landes.
Der Süden ist mit seinen Bergen und Wäldern eine kaum bewohnte Region.

Die für die Wirtschaft wichtigen See- und Flughäfen befinden sich im Westen und Norden der Insel. Im Süden der Insel befindet sich ein Staudamm. Mit ihm ist man in der Lage ganz Napf autark mit Strom zu versorgen.
Ethnisch kann man die Bevölkerung wie folgt einteilen:

  • 30% saamisch finnische Wurzeln
  • 40% baltische Wurzeln
  • 30% deutsche Wurzeln

Das Klima ist an der Grenze zwischen kalt gemäßigt und gemäßigt.
Harte Winter und warme Sommer wechseln sich ab.
Die Ostsee und insbesondere der Golfstrom machen durch ihren Einfluss Napf deutlich gemäßigter als andere Orte auf denselben Breitengraden.

Eine weitere besonderheit der Insel sind die im Winter oft auftretenden Polarlichter.


Geschichte der Insel
In der Frühgeschichte war Napf geprägt durch Einflüsse der Seefahrer des Baltikums und der vermutlich aus Finnland stammenden, saamischen Bevölkerung. Die Geschichte Napfs war und ist eng verbunden mit dem Schicksal Finnlands.

Erst ab dem 13. Jhd. entwickelte sich durch die Christianisierung allmählich eine politische und wirtschaftliche, ständische Gesellschaft.

Napf galt weit bis ins 17.Jhd. als wichtigster neutraler Handelspunkt der europäischen Großmächte und war Verbindung zwischen den weiten Asiens und den Meeren des Westens. So erlangte die Insel Reichtum und Einfluss. Dies weckte bei den mächtigen Nachbarn Begehrlichkeiten. So kam es unter den europäischen Großmächten immer wieder zu Kriegen um den eigenständigen Inselstaat. Im 18. Jhd. rückte Napf geopolitisch immer näher an Finnland.  

Noch zu Beginn des 19.Jhd. war die Insel unter der vollen Kontrolle saamisch- finnischer Fürsten. Nach den verheerenden finnischen Kriegen behielt Napf durch geschickte Winkelzüge und den immensen Reichtum seine Souveränität.

Im 20. Jhd. war Napf vor und während des ersten Weltkrieges durch das deutsche Kaiserreich besetzt. Es wurde ähnlich wie in Westafrika eine deutschstämmige Bevölkerung angesiedelt. Deutsch wurde Amtssprache. Dies erkannt man heute an den vielen deutsch geprägten Ortsnamen. Die saamische Bevölkerung hingegen wurde radikal unterdrückt und zum Teil zur Zwangsarbeit ins Kaiserreich verschleppt. Auch während des zweiten Weltkrieges blieb Napf vom deutschen Reich besetzt. Bis es 1944 durch die Sowjetunion befreit wurde. Jedoch genoss Napf während des Kalten Krieges weitestgehend seine Souveränität und die saamische Bevölkerung wuchs wieder an.

Betrachtet man die Geschichte der Insel, ist es nicht verwunderlich, dass es in der Historie von Napf immer wieder zu geopolitischen, ethnischen und ökologischen Auseinandersetzungen kam.


Jüngere Geschichte Napfs
Nach den Weltkriegen, dem Kalten Krieg und der Auflösung des Warschauer Pakt ist es ein kleines ökonomisches Wunder, dass Napf am Anfang der 2000er Jahren wirtschaftlich recht gut da steht.

Ab 2008 regierte die DEP (Demokratische Einheitspartei). Durch ihre zuerst kapitalistische Ausrichtung rückte das Land in Richtung EWG bzw. EU.

Die DEP bestand größtenteils aus Politikern baltischer Herkunft. Nach glanzvollen Jahren, mit viel Wirtschaftswachstum, fiel allmählich auf, dass die Partei das Land mit Korruption übersät hatte. Von Judikative über Exekutive bis Legislative herrschte nach kurzer Zeit massive Vetternwirtschaft.


Konfliktsituation und Parteien
Als 2012 fast alle Bevölkerungsschichten in der sog. Nordrevolution wochenlang auf die Straßen gingen, knüppelte die baltisch geprägte Exekutive die Demonstrationen nieder. Mit den von der DEP festgelegten Notstandsgesetzen entwickelte sich rasch aus einer Demokratie eine Autokratie. Politische Gegner wurden verhaftet oder des Landes verwiesen. Vor allem die finnisch-saamisch stämmige Bevölkerung geriet ins Visier der Häscher der DEP. Beamte, Grundbesitzer und Industrielle wurden entlassen oder enteignet.
Wie so oft wiederholte sich Geschichte.

Noch während der Notstandsgesetzgebung entstand durch eine schnelle Radikalisierung die SUB (saamische Unabhängigkeitsbewegung). Ab 2015 begann sie mit einem asymmetrisch geprägten Kampf gegen die Regierungstreuen Gruppierungen.

Dies Gipfelte in einem Bürgerkrieg, der mitte des Jahres 2018 seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Große Teile des Südens und Ostens wurden völlig abgeschnitten bzw. zerstört. Während im Norden relative Ruhe herrschte.

Mit großer Sicherheit weiß man, dass die Nachbarländer Finnland und Russland nicht ganz unbeteiligt waren am Ausbruch des Bürgerkrieges. Durch Propaganda, Waffenlieferungen, Milizen, Geld und nicht zuletzt politischen Druck üben sie bis heute macht auf die Konfliktparteien DEP und SUB aus. In manchen Teilen wird ein hybrider von außen gesteuerter Krieg geführt. Natürlich streiten sowohl Russland als auch Finnland eine Einmischung ab.

Die westliche Hemisphäre in Form der NATO hält sich ebenfalls offiziell raus.

Nach dem vorläufigen Höhepunkt des Bürgerkriegs schaffte man es schließlich auf Druck des Weltsicherheitsrates eine Waffenruhe zu vereinbaren. Es wurde im Einklang aller Parteien eine neue Regierung eingesetzt. Vorwiegend aus deutschstämmigen Politikern.

Die Macht der neuen Regierung ist beschränkt. Weite Teile des Landes sind nur bedingt unter der Kontrolle des Staates. Der Aufbau der Armee geht nur schleppend voran.
Die Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern des Alltages wird durch die von der UN entsandte IDAP (International Developement & Aid Project) sichergestellt.


Die aktuelle Lage und Entwicklung auf Napf
Die neue Regierung schafft es die Konfliktparteien durch soziale Reformen, Aufstellung einer kampftauglichen Armee und weiterer politischer Maßnahmen, ruhig zu stellen. Die Maßnahmen tragen Früchte und ein großer Teil der Bevölkerung ist wieder auf eine einheitliche Linie gebracht.

Die Waffenruhe ist aber brüchig. Bis zum heutigen Tage setzen Finnland und Russland auf ein hybrides Vorgehen, um ihr Interessen weiterhin durchzusetzen. Ein neuer Sturm ist bereits am Horizont zu erkennen.
Vermehrt kommt es zu Anlandungen von Material und Kämpfern.

Während es im Norden, rund um die Hauptstadt Luzern recht friedlich zu geht, kommt es im eher ländlichen und vom Krieg schwer geschädigten Süden und Osten von Napf, zu Überfällen, Gräueltaten und Anschlägen auf Bevölkerung oder Regierungstruppen.
Es ist nicht ganz klar, welche der Konfliktparteien dafür verantwortlich ist.
Besonders in den schwer zugänglichen Gebieten bewegen sich die Rebellen frei.

Während sich auf Napf die Konfliktparteien unablässig gegenseitig malträtieren, ist man in der NATO der Meinung, dass man weder Russland noch Finnland weiterhin das Feld überlassen darf. Zu wichtig liegt der Inselstaat. Zu viele Ressourcen z.B selten Erden gibt es. Auch der Einfluss der “westlichen Hemisphäre” soll nicht weiter leiden.

Für die Öffentlichkeit also nicht sichtbar, treiben führende NATO Staaten ihr Interesse an Napfs Ressourcen voran. Im Dezember 2019 beschließt man im NATO HQ der Regierung auf Napf Hilfe anzubieten.

Der Regierung zu trauen ist gewagt. Will man aber den Einfluss von Russland oder Finnland unterbinden und selbst Fuß fassen, ist die deutschstämmige Regierung die einzige einigermaßen ethische Instanz in diesem Konflikt.
Man entsendet im Stillen eine Eingreiftruppe mit geheimen streng klassifizierten Aufgaben.

  • Schutz für die UN gestützte IDAP
  • Entwaffnung der Bürgerkriegsparteien
  • Jagd auf die Hintermänner der DEP und der SUB
  • Unterbrechen der Nachschubrouten bzw. des Geldflusses
  • Sichern der Ressourcen und der Infrastruktur Napfs

Das TTT und deren Rolle auf Napf


Besonders geeignet und oft für solche Aufgaben eingesetzt, betraut man das TTT mit der Aufstellung solch einer Eingreiftruppe.
Spezialisiert auf solche Szenarien, ziehen sie im Rahmen von NATO Einsätzen die letzten zwei Jahrzehnte von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz. Immer mit Erfolg.
Die Geschichte des TTT ist alt, lang und voller Ruhm. Siehe hier.

Nun aber zieht eine neue weltpolitische Dekade auf.

Um in dieser Dekade des Umbruchs zu bestehen, braucht es sicherlich einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.
Was die richtige oder gar keine Gerechtigkeit ist, liegt im Auge des Betrachters.
Gerechtigkeit zu vertreten, werden viele für sich beanspruchen aber
nur wenige werden wirklich Gerechtigkeit bringen.

Vielleicht ist die richtige Gerechtigkeit auch nur ein Wimpernschlag von Rache entfernt. Ist es dann noch Gerechtigkeit?

Egal wie man sich entscheidet zu bestehen, Gerechtigkeit wird es nie für alle geben.
Schafft es das TTT Gerechtigkeit walten zu lassen?

Wir werden sehen.